2.3.2. Einsatz von Grenzflächenmikrofonen

Grenzflächenmikrofone mit (Halb-)Nierencharakteristik eignen sich sehr gut für kleinere Theaterbühnen. Dort werden diese an der vorderen Bühnekante platziert, so dass die Niere auf die Bühne zeigt. Das Publikum von hinten wird so ausgeblendet.

Befindet sich ein Schauspieler hinten auf der Bühne, steht er zwar weit entfernt vom Mikrofon und das Schallsignal ist recht gering. Allerdings ist der Winkel, aus dem der Schall eintrifft, im Bereich der maximalen Empfindlichkeit.
Bewegt sich der Schauspieler nun zur vorderen Bühnenkannte, so nähert er sich dem Mikrofon. Das Schallsignal steigt zwar an, aber der Einfallswinkel wird steiler und damit verringert sich die Empfindlichkeit durch die Nierencharakteristik.
So wird eine in etwa gleichbleibende Laustärke erzielt.

Wichtig: Bei dieser Anwendung darf die Beschallung nicht zu laut sein und die Raumakustik muss trocken sein. Ansonsten treten recht schnell Rückkopplungen auf.


Video: Einsatz von Grenzflächenmikrofonen auf Theaterbühnen


In diesem Kurs:

  • 1. Aufbau von Mikrofonen
1.1. Konstruktionsprinzipien
  1.1.1. Druckempfänger
  1.1.2. Druckgradienten-Empfänger
  1.1.3. Nahbesprechung
1.2. Wandlertypen
  1.2.1. Elektrodynamisches Prinzip
    1.2.1.1. Bändchenmikrofon
    1.2.1.2. Tauchspulenmikrofon
  1.2.2. Elektrostatisches Prinzip
    1.2.2.1. Kondensatormikrofon
      1.2.2.1.1. Berechnung
      1.2.2.1.2. Funktionsweise & Phantomspannung
    1.2.2.2. Elektret
  1.2.3. Unterschiede & Klangvergleich
1.3. Richtcharakteristik
  1.3.1. Kugel
  1.3.2. Niere
  1.3.3. Superniere
  1.3.4. Acht
  1.3.5. Keule
  1.3.6. Übersicht: Richtcharakteristiken
1.4. Frequenzgang
  • 2. Spezielle Mikrofontypen
  • 3. Stereophonie