2.1. Kleinmembran & Großmembran

Kleinmembraner

Kondensatormikrofone, die einen kleineren Membrandurchmesser als 1 Zoll (2,54 cm) aufweisen, werden Kleinmembran-Mikrofone genannt. Aufgrund der recht kleinen Membranfläche können diese impulstreu dem Schallfeld folgen und weisen üblicherweise einen sehr linearen Frequenzgang auf.

Mit diesen Eigenschaften sind diese Mikrofone für eine originalgetreue Schallaufzeichnung prädestiniert und eignen sich damit perfekt für alle Arten der Instrumenten-Abnahme.


Großmembraner

Misst der Membrandurchmesser 1 Zoll und mehr, so redet man von einem Großmembran-Mikrofon. Aufgrund der großen Membranfläche können unter Umständen Partialschwingungen (kreisende Bewegung der Membran) auftreten. Dies fügt dem eigentlichen Schallsignal harmonische Oberschwingungen hinzu. Dadurch klingt es fülliger, was gerade Stimmen kraftvoller klingen lässt.

Großmembraner gelten als Klassiker bei der Gesangaufnahme.  



In diesem Kurs:

  • 1. Aufbau von Mikrofonen
1.1. Konstruktionsprinzipien
  1.1.1. Druckempfänger
  1.1.2. Druckgradienten-Empfänger
  1.1.3. Nahbesprechung
1.2. Wandlertypen
  1.2.1. Elektrodynamisches Prinzip
    1.2.1.1. Bändchenmikrofon
    1.2.1.2. Tauchspulenmikrofon
  1.2.2. Elektrostatisches Prinzip
    1.2.2.1. Kondensatormikrofon
      1.2.2.1.1. Berechnung
      1.2.2.1.2. Funktionsweise & Phantomspannung
    1.2.2.2. Elektret
  1.2.3. Unterschiede & Klangvergleich
1.3. Richtcharakteristik
  1.3.1. Kugel
  1.3.2. Niere
  1.3.3. Superniere
  1.3.4. Acht
  1.3.5. Keule
  1.3.6. Übersicht: Richtcharakteristiken
1.4. Frequenzgang
  • 2. Spezielle Mikrofontypen
2.1. Kleinmembran & Großmembran
2.2. Kammfiltereffekt
2.3. Grenzflächenmikrofon
  2.3.1. Druckstau
  2.3.2. Einsatz
  • 3. Stereophonie